Fortbildung bei der NAJU Boxberg.

Verein investiert in ehrenamtliches Betreuerteam.

Fotos: NAJU/BW

In Modul 1 starteten wir mit lockeren Kennenlernspielen, die uns direkt in Schwung brachten. Nach dem gemeinsamen Abendessen wurde uns das Programm präsentiert – und schon ging es mit aktiven Spielen weiter, um den Abend lebendig zu halten. 

Nach dem Frühstück tauchten wir direkt in das Thema „Wahrnehmung“ ein. In Kleingruppen setzten wir uns intensiv mit der Entwicklung von Kindern in verschiedenen Altersstufen auseinander. Ein weiterer Fokus lag auf den rechtlichen Grundlagen – sowohl theoretisch als auch praktisch – sowie der „Prävention sexualisierter Gewalt“. Um den Kopf freizubekommen, widmeten wir uns im nahegelegenen Wald der „Landart“: Mit viel Kreativität und Naturmaterialien entstanden beeindruckende Kunstwerke, auf die wir stolz waren. Anschließend ging es in den Gruppen darum, konkrete Ideen zu entwickeln, wie man Kinder für die Umweltbildung begeistern und auf ihrem Weg begleiten kann. 

Am nächsten Morgen starteten wir gemeinsam auf der Suche nach den ersten Frühblühern. Nach einem unterhaltsamen Theaterstück von Birgit Eschenlohr und Heike Jacob zum Spitzwegerich, befassten wir uns noch mit der Gruppengründung. Im Anschluss gab es noch spannende Einblicke in die Welt der Insekten. Die drei Tage vergingen wie im Fluge, und wir machten uns voller neuer Ideen, die wir direkt bei unserer ersten NAJU-Veranstaltung umsetzen konnten, auf die Heimreise. 



Modul 2 begann erneut mit einem Kennlernspiel, bevor wir spannendes über die Wild- und Honigbienen erfuhren. Dass der Boden in Baden-Württemberg sehr unterschiedlich Riechen, Aussehen und Schmecken kann, brachte uns Isabel Haidlauf sehr anschaulich nahe. Bei der Erarbeitung der „Phasen des Gruppenlebens“ konnten alle ihr schauspielerisches Talent unter Beweis stellen. 

Das heutige Mittagessen bereiteten wir selbst zu, wobei uns Koch Walter, der uns sonst mit leckerem Essen verwöhnte, großartige Anregungen gab: Wir kochten, grillten und backten alles gemeinsam am Lagerfeuer. Wie Fuchsbandwürmer und Zecken im Wald auf uns lauern, wurde in einem anschaulichen Theaterstück eindrücklich dargestellt. Auch am Wasser gab es viel Interessantes zu entdecken und zu bestimmen. 

Auch eher trockene Themen wie Finanzen und Versicherungen standen auf dem Programm. Wie vielfältig Konflikte sein können und wie hilflos, genervt oder unsicher man ihnen oftmals gegenübersteht - und es dennoch Lösungen dafür gibt – wurde uns bei der gemeinsamen Arbeit erneut bewusst. 

Auf der Wiese haben wir gemeinsam gelacht, gespielt und waren stolz darauf, wie gut unsere Zusammenarbeit funktioniert hat. Alle meisterten die Herausforderung, den dunklen Wald allein zu durchqueren. 

Schnell und zielgerichtet sammelten die Gruppen Ideen für einzelne Aktionen und trugen sie zusammen. Ein besonderes Highlight war die Vorstellung des Insekten-Rucksacks und des Storchenkoffers. Zum krönenden Abschluss durften wir alle noch das „Heupferdchen-Abzeichen“ ablegen – und nahmen es natürlich mit Stolz entgegen. 

Nach sechs Tagen Fortbildung freuen wir uns nun darauf, unsere vielen Ideen in die NAJU und NABU-Gruppe Boxberg einzubringen – sowohl für die Kindern als auch für die Erwachsenen.

Fotos: NAJU/BW