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Landschaftpflege am Feuchtgebiet "Äußeres Ried". Üppiges Schilfwachstum verschattete Wassergraben.

Feuchtgebiete sind sehr dynamische Lebensräume. Das bedeutet sie verändern sich sehr viel schneller als andere Landschaften. Aus diesem Grund ist nach einer Erstpflege bzw. Neuanlage eines Feuchtgebietes schon nach wenigen Jahren eine Nachpflege notwendig, um die Wertigkeit für bestimmte Tier- und Pflanzenarten zu erhalten.

Hier konkret hat der Schilfbewuchs den Wassergraben, welcher für Amphibien 2019 angelegt wurde, stark beschattet. Grasfrosch, Erdkröte oder Bergmolch benötigen als gleichwarme Tiere jedoch sonnenbeschienene Wasserbiotope. Peter Schlör und Michael Hökel haben aus diesem Grund im Oktober 2020 um den Wassergraben herum einen etwa 1,5 m breiten Saum gemäht. Zwei Drittel des Wassergrabens wurden auf diese Art und Weise vom dichten Schilf befreit. Ein Drittel des Bewuchses wurde nicht gemäht, da das Schilf natürlich auch Lebensraum und Rückzugsgebiet für viele Tiere ist.